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Geförderte Beratung für KMU – von der BAFA-Förderung zum INQA-Coaching

Wer Veränderung im Unternehmen strukturiert angehen will, muss sie nicht allein finanzieren. Ein Überblick über geförderte Beratung für KMU – und was INQA-Coaching heute konkret ermöglicht.

Hendrik Feige, lizenzierter INQA-Coach aus Leipzig

Veränderungsvorhaben scheitern selten am Willen. Häufiger fehlt der Rahmen: Zeit, Struktur und ein Budget, das neben dem Tagesgeschäft vertretbar ist. Genau hier setzen Förderprogramme für kleine und mittlere Unternehmen an.

Vom BAFA-Programm zu INQA-Coaching

Das BAFA-Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows" hat über Jahre Beratungsleistungen für KMU und Freiberufler bezuschusst – zeitweise mit Sonderregelungen für Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Für Veränderungsvorhaben rund um Arbeit, Zusammenarbeit und Digitalisierung ist heute vor allem INQA-Coaching relevant. Es ist der Nachfolger des Programms unternehmensWert:Mensch und steht im Kontext der nationalen Fachkräftestrategie.

Was INQA-Coaching leistet

Der Coaching-Prozess hilft Betrieben, sich zukunftsfähig aufzustellen und eigenständig auf Veränderungen zu reagieren. Charakteristisch ist die Arbeitsweise: Mitarbeitende werden von Anfang an einbezogen, Lösungen entstehen gemeinsam statt am Schreibtisch der Geschäftsführung.

Inhaltlich deckt das Programm zentrale betriebliche Gestaltungsfelder ab:

  • Neue Geschäftsmodelle und Innovationsstrategien: Wie lernen wir, schneller auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren?
  • Personalpolitik, Beschäftigung und Qualifizierung: Sind die Mitarbeitenden für die Anforderungen der digitalen Arbeitswelt gerüstet?
  • Sozialbeziehungen und Kultur: Was bedeutet der Wandel für die Unternehmenskultur?
  • Führung, berufliche Entwicklung und Karriere: Was können Führungskräfte heute tun, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten?
  • Produktionsmodell und Arbeitsorganisation: Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Organisation der Arbeit?
  • Arbeitsplatz der Zukunft, Arbeitszeit und Leistung: Wie sieht der Arbeitsplatz von morgen im eigenen Unternehmen aus?

Der Rahmen in Zahlen

INQA-Coaching kann für KMU mit 80 % gefördert werden. Der typische Maximalrahmen umfasst bis zu 12 Coaching-Tage à 1.200 €. Bei 12 Tagen ergibt sich ein Projektvolumen von 14.400 €, eine Förderung von 11.520 € und ein Eigenanteil von 2.880 €. Die Laufzeit liegt üblicherweise bei rund sechs Monaten.

Die formale Förderfähigkeit und der Zugang zum INQA-Coaching-Scheck werden mit der regionalen INQA-Beratungsstelle geklärt.

Wie der Einstieg abläuft

Am Anfang steht kein Antrag, sondern ein Gespräch: Worum geht es konkret? Wo bleibt Umsetzung im Alltag hängen? Und passt INQA-Coaching überhaupt zu diesem Thema?

Erst wenn das geklärt ist, lohnt sich der Blick auf die Förderung. Sie ist nicht der Grund für ein Projekt – sie macht es leichter, ein sinnvolles Vorhaben jetzt strukturiert anzugehen, statt es weiter zu verschieben.

Mehr zum Ablauf, zum Förderrahmen und zu typischen Projekten findest du auf der Seite zum INQA-Coaching.

Ein Thema, das gerade bei dir drückt?

Im Klärungsgespräch sortieren wir, worum es konkret geht und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.